Ordnungsprinzipien einer sozialen Marktwirtschaft | ||||||
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Lexikon - O - Ordnungsprinzipien einer sozialen Marktwirtschaft
Die Wirtschaftsordnung eines jeden Landes ist in die jeweilige Gesellschaftsordnung eingebettet. Die wechselseitige Verflochtenheit der gesellschaftlichen Teilordnung bedeutet aber, dass wirtschaftliche Grundsatzentscheidungen stark von den Gestaltungsprinzipien anderer Gesellschaftsbereiche (z.B. der politischen Ordnung) geprägt sind. Umgekehrt wirken natürlich auch viele ökonomische Ordnungsprinzipien auf die unterschiedlichen Teilordnungen einer Gesellschaft zurück. Die Ordnungsprinzipien einer sozialen Marktwirtschaft, das Wirtschaftssystem der Bundesrepublik Deutschland, seien deshalb hier aufgeführt:
Das Individualprinzip unterstellt, dass jeder Mensch danach trachtet, seine Situation aus seiner Sicht heraus zu verbessern, seine Ziele, Wünsche,
Sehnsüchte zu verwirklichen. Das Rationalitätsprinzip unterstellt allen Menschen zumindest im Hinblick auf ihre wirtschaftlichen Ziele
rationales Handeln. Das Prinzip der individuellen Freiheit bedeutet einen Zustand im menschlichen Zusammenleben, bei dem ein Mensch nicht
willkürlichem Zwang durch den Willen eines anderen oder anderer Menschen unterworfen ist. Das Rechtsprinzip von Freiheit und Gleichheit verlangt
die Existenz einer demokratischen Verfassungsordnung, als Beispiele seien hier nur das Prinzip des Gewaltmonopols des Staates und das Prinzip der
Gewaltenteilung genannt. Das Prinzip der sozialen Gerechtigkeit ist gekennzeichnet durch die zwei Antagonisten Solidaritätsprinzip und
Subsidiaritätsprinzip. Das Prinzip der Konsumentensouveränität bedeutet im realen Leben die frei, seinen eigenen Nutzen beachtende
Kaufentscheidung des Konsumenten über die quantitative und qualitative Zusammensetzung der Konsum- und damit auch der
Investitionsgüterproduktion. Das Prinzip der Wettbewerbsordnung bedeutet u.a. die Existenz eines Kartellrechtes, dass den Einfluss der einzelnen
Anbieter und Nachfrager auf die Preisbildung so klein wie möglich hält. Das Prinzip der Erhaltung der Umwelt bedeutet, dass eine intakte
natürliche Umwelt nicht nur aus sich heraus wünschenswert ist, sondern auch zu einem knappen Gut werden kann. | Kostenloses und unverbindliches Vergleichsangebot | ||||
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